top
logo



Marokko auf dem Weg zu einem Industriestaat Drucken E-Mail
Im Rahmen der Deutsch-Marokkanischen Wirtschaftswoche vom 02. bis 09. Oktober 2010 möchte die EMA Unternehmen aus Deutschland die Möglichkeit geben, die perspektivischen Entwicklungen des marokkanischen Wirtschaftsstandortes vor Ort kennenzulernen, sich umfassend über Investitions- und Exportmöglichkeiten zu informieren und mit Geschäftspartnern, renommierten Wirtschafts- und Politikexperten und Entscheidungsträgern Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen sowie sich gegenseitig auszutauschen.

Die dauerhaft politisch stabile Lage, das hohe Potential der Wirtschaft sowie die staatlichen Investitionsprogramme machen Marokko zu einem äußert interessanten Handelspartner und Firmenstandort. Als direkter Nachbar Europas ist die heutige konstitutionelle Monarchie sehr an einer weiteren Intensivierung der Beziehungen zum Handels- und Industriepartner Nummer Eins interessiert: Europa.

Marokko ist seit 2008 in einem „fortgeschrittenen Status“ (statut avancé) mit der EU, der sich erleichternd auf die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen auswirkt und den Austausch der beiden Regionen intensivieren soll. Abgeschlossene Freihandelsabkommen, v.a. mit der EU und den EFTA-Staaten, sichern dabei den Absatzmarkt und erleichtern den Import von Rohstoffen und Gütern.

Das seit Jahren von Marokko verzeichnete konstante Wirtschaftswachstum sowie die stabile Inflationsrate von 2 % bieten fiskalische Sicherheit bei Investitionen in die marokkanische Wirtschaft. Das Land befindet sich in einem Prozess der weiteren Diversifikation der Außenhandelsbeziehungen, die auch Chancen und Investitionsmöglichkeiten für die deutsche Wirtschaft und Industrie bieten. Mit dem „Plan Emergence“ wird seit 2005 von der Regierung eine neue Politik im Industriesektor durchgesetzt. Dieser Plan sieht unter anderem vor, bis 2015 400.000 Arbeitsplätze neu zu schaffen und den jährlichen Zuwachs des BIPs (derzeit 1,6 %) zu verdoppeln. Besonders in den folgenden Sektoren sind zahlreiche Projekte vorgesehen:

In den Sektoren der Logistik, Infrastruktur und Tourismus befinden sich bereits viele Großprojekte in der Umsetzung bzw. sind in Planung, so zum Beispiel der Bau von Hotelanlagen, der weitere Ausbau und die Modernisierung des marokkanischen Verkehrsnetzes sowie von Wohn- und Bildungseinrichtungen, Flughäfen und Häfen, insbesondere der große Umschlagsplatz Tanger mit seiner überregionalen Bedeutung und weiterem Expansionspotential. Die Verbesserung der Gebäude- und Energieeffizienz durch Investitionen in Maschinen und industrielle Ausrüstung ist ein ebenso wichtiges Feld.

In der Cluster-, Elektronik-, Luftfahrt- und Automobilindustrie sind hohe Investitionen bereits geplant, um die großen Potentiale Marokkos in diesem Bereich auszuschöpfen, so zum Beispiel in der Kommunikationstechnik, der elektronischen Datenverarbeitung und der Überwachungs- und Sicherheitstechnik – mit dem ambitionierten Ziel die Angleichung an europäische Standards weiter voranzutreiben.

Der Energiesektor bedarf ebenfalls hoher Investitionen und der grundlegenden Erneuerung, um die Abhängigkeit Marokkos von ausländischen zu reduzieren. Zurzeit beträgt der Anteil der importierten Energie immer noch ca. 90 % und der Anteil an eigener erneuerbarer Energie ist nach wie vor schwindend gering. Investitionen sind auch in Bezug auf die Umweltverschmutzung wichtig. Marokkos verschmutzte Gewässer und das Abfallproblem bedürfen einer Lösung. Die weitere Absenkung des Grundwasserspiegels sowie die voranschreitende Desertifikation müssen verhindert werden. Die Regierung, die kfW-Entwicklungsbank sowie die GTZ fördern Lösungen mit Projekten und Investitionen.

Auch die Lebensmittelindustrie bietet für ausländische Unternehmen gute Investitionsmöglichkeiten, da die marokkanische Regierung bestrebt ist, ihre Exportrate zu steigern. Insofern bedarf es dem Ausbau der Rohstoff- und Lebensmittelproduktion im Land. Im Bereich der Textilindustrie sind ebenfalls hohe Investitionschancen abzusehen. Zum einen gibt es große Neuerungen im Bereich der schnellen und effizienten Produktion (Plan Emergence). Zum anderen wird weiterhin darauf geachtet die Qualitätsstandards hoch zu halten, um sich im Wettbewerb mit anderen Nationen zu profilieren.

Programmschwerpunkte:

Block I: Wirtschaftsstandort Marokko

a. Aktuelle Entwicklungen und Potentiale der marokkanischen Wirtschaft und der deutschmarokkanischen Wirtschaftsbeziehungen

b. Rechtliche Rahmenbedingungen für ausländische Investoren; Bürogründung und Geschäftspraxis in Marokko (u.a. Zollbestimmungen, Versicherungen, Besteuerungen), Gründung deutsch-marokkanischer Joint Ventures

c. Staatliche Programme zur Förderung ausländischer Investoren d. Die Entwicklungsagenda Marokkos für die kommende Dekade

Block II: Logistik und Infrastruktur 

a. Staatliche Programme und Investitionsprojekte im Bereich Infrastruktur

b. Ausbau der Infrastruktur im Hafen-, Flughafen- und Straßenbau sowie Schienenwesen

c. Städte- und Infrastrukturbau

d. Distribution, Handel und Vertrieb; Dienstleistungssektor als prosperierender Wirtschaftssektor Marokkos

Block III: Clusterindustrie/Elektronik/Automotive/Luftfahrt

a. Elektrotechnik, IT, Kommunikationstechnik

b. Elektronische Datenverarbeitung, Steuerungs- und Regelungstechnik, Überwachungs und Sicherheitstechnik

c. Auto- bzw. Luftfahrtproduktion, Zulieferindustrie, Technik, Mechatronik

Block IV: Umwelt und Energie

a. Erneuerbare Energien: Geplante Investitionen und Fördermaßnahmen

b. marokkanisch-deutsche Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien, die Bedeutung von Sonderwirtschaftszonen bei der Erschließung von Erneuerbaren Energien

c. Wasserwirtschaft

d. Abfallwirtschaft

Block V: Leichtindustrie: Lebensmittel- und Textilindustrie

a. Fischereiindustrie, Agrarwirtschaft, Lebensmittelindustrie

b. Textilindustrie, Druckereien & Schneidereien, Design & Mode, Schuhindustrie

Quelle: EMA Euro-Mediterranean Association

http://ema-hamburg.org/pages/de/delegationsreisen/2010/marokko.php

Autor:
http://ema-hamburg.org 

 

bottom

Copyright © marokko.com, die Informationsbörse rund um Marokko. Alle Rechte vorbehalten.